Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband Simone Fleischmann nimmt Scheck persönlich entgegen

Als erste Patenschule in Bayern unterstützt die Schule seit 9 Jahren das soziale Projekt in Südamerika. Über 350 Kinder und Jugendliche werden im Kinderhaus des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) in Peru unterstützt und gefördert. Viele von ihnen finden dort das erste Mal Geborgenheit und Anerkennung. Sie haben ein Zuhause gefunden. Oft kommen sie von weit her in das Kinderhaus, weil sie dort ernst genommen werden und ihnen geholfen wird.

Ayacucho liegt auf 2761m in den peruanischen Anden. Die alte Kolonialstadt war Schauplatz eines jahrzehntelangen Guerillakrieges. Heute ist es friedlich, die Auswirkungen des Bürgerkriegs sind noch spürbar. Dennoch verbessert sich die Situation allmählich. Die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben müssen, ist aber nach wie vor sehr hoch. Für diese Kinder und Jugendlichen ist das Kinderhaus da.

Seit 1994 unterstützt der Lehrerverband durch seine vom damaligen Präsidenten Dr. h.c. Albin Dannhäuser gegründete Kinderhilfe in verschiedenen Projekte bedürftige Kinder. Das Kinderhaus mit dem Namen CASADENI (Abkürzung für Haus der Kinder) wird seit dieser Zeit kontinuierlich ausgebaut und erweitert. Da es für die Kinder und Jugendlichen aus dem Kinderhaus schwierig ist einen Beruf zu erlernen, denn Berufskollegs in Peru sind teuer, wurde das Kinderhaus mittlerweile um ein Berufsbildungszentrum erweitert. Dort besuchen die jungen Menschen Lehrgänge in Textilarbeit, Informatik, für Einzelhandel und Backhandwerk. Die Abschlüsse des Berufsbildungszentrums sind staatlich anerkannt.

Und genau hierfür engagiert sich die Grund- und Mittelschule seit Januar 2010 als erste Schule in ganz Bayern im Rahmen einer Patenschaft. Auch in diesem Jahr konnte Schulleiter Wolfgang Zehetmair wieder einen stattlichen Betrag an den Botschafter der BLLV-Kinderhilfe und Konrektor der Schule, Rainer Kirschner, übergeben. Als dieser das Sammelergebnis in die BLLV-Zentrale nach München meldete, sagte Simone Fleischmann, die Präsidentin des größten Lehrerverbandes in Bayern, sofort ihr Kommen zu, um sich bei den Schülern und Lehrern der Schule persönlich zu bedanken. „Wir sind schon mächtig stolz auf das soziale Engagement unserer Schülerinnen und Schüler“, sagte Rektor Wolfgang Zehetmair bei der Scheckübergabe an den hohen Gast aus München.  Danach erklärte der Schulleiter woher der Spendenbetrag kommt: „947,22 € wurden bei der alljährlich stattfindenden Cent-Parade gesammelt.“ Bei dieser Aktion konnten die Schülerinnen, Schüler und Lehrer Centmünzen in die in den Klassenzimmern aufgestellten Sammelbüchsen werfen. „Und je 100 € gaben die Klassen M9 und M10 aus dem Erlös ihres Weihnachtsbasars dazu“, so der Schulleiter weiter. Dieses tolle Ergebnis sei auch darauf zurückzuführen, dass das Kinderhaus CASADENI für unsere Schülerinnen und Schüler etwas Greifbares ist. Lehrerin Alexandra Hindinger informiert nämlich hier regelmäßig über die Fortschritte und Aktionen im Kinderhaus und gestaltet dazu auch die im Schulhaus präsenten Infowände. Dafür bedankte sich der Rektor bei der engagierten Kollegin. „Mit der Spende kann der Fond der Schule aufgestockt werden, aus dem monatlich ein fester Betrag nach Peru überwiesen werden kann“, erklärte Kinderhilfebotschafter Kirschner. Diese regelmäßige monatliche Unterstützung sei deshalb so wichtig, da die Verantwortlichen in Ayacucho damit eine feste zusätzliche Kalkulationsgröße hätten, so Kirschner. Simone Fleischmann, die 2015 selbst das Kinderhaus in Peru besuchte, gab ihre Eindrücke an die fleißigen Sammler der Schule weiter: „Die Welt in Peru tickt anders. Kinder und Jugendliche, die in unseren Projekten in Ayacucho betreut werden, wachsen in extremer Armut auf und sind oft auch Opfer von Gewalt. Sie brauchen ganz viel Zuwendung und pädagogische Kompetenz. Dies bekommen sie in CASADENI besonderer Weise. Ich habe spüren können, dass alle Kinder sich hier wohl und angenommen fühlen.“ „Und dazu habt ihr einen wichtigen Beitrag in den vergangenen 9 Jahren geleistet“, so die BLLV Präsidentin abschließend.

BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann und Kinderhilfebotschafter Rainer Kirschner nahmen den Scheck von Rektor Wolfgang Zehetmair (h.l.) entgegen. Stellvertretend für alle fleißigen Sammler der Schule war die Klasse 2b – sie hatte das höchste Pro-Kopf-Sammelergebnis – mit ihrer Lehrerin Karin Huber (r.) und die Klasse M9 mit ihrer Lehrerin Theresa Schätzl  (2.l.h.) sowie der Organisatorin der Spendenaktion, Lehrerin Andrea Hindinger (2.v.r.) zugegen.